WIR ÜBER UNS

WIR ÜBER UNS – Warum der Name KINDERTRÄUME ?

Der Verein „KINDERTRÄUME – Sueños de Niños“ wurde am 14.09.2017 als gemeinnütziger Verein durch das zuständige Amtsgericht Hamburg bestätigt und unter der Nummer VR 23397 in das Vereinsregister eingetragen, nachdem am 03.08.2017 die offizielle Versammlung der Gründungsmitglieder stattgefunden hatte und eine Satzung erarbeitet worden war.

Für die beiden Initiatoren Heidrun Bauer und Dr. Jurgen Steidinger ging und geht es dabei um das Überleben und das gesicherte Weiterbestehen der beiden Projekte für Kinder und Jugendliche in Not oder in schwierigen Verhältnissen, „Chavaladas“ und „Niños del Fortín“ und des nicaraguanischen gemeinnützigen Verein „ANF – Asociación Niñas y Niños del Fortín“ in Hamburgs Partnerstadt León Nicaragua, der vor vielen Jahren von der nicaraguanischen Psychologin Lic.Amalia Cuadra und Jurgen Steidinger zusammen mit Leoner FreundenInnen gegründet worden war.

Nach der Auflösung des seit den 90iger Jahren die Projekte finanzierenden Hamburger Vereins „APNN – Helft Nicaraguas Kindern“ e.V. (1984 bis 2014) gelang es bis zum jetzigen Zeitpunkt – trotz des Bemühens einzelner Hamburger Organisationen und Gruppen – nicht, dieses „Überleben“ garantiert zu sichern. Jurgen Steidinger war vor seiner Ausreise (1992) mehrere Jahre Vorsitzender von „APNN – Helft Nicaraguas Kindern“ e.V. .

Das erforderliche jährliche Budget, das  „ANF“ benötigt, um die Aufgaben der beiden Kinderprojekte erfüllen zu können, liegt bei 35.000 bis 40.000 US Dollar für jedes Projekt.

Dies hängt von zahlreichen Faktoren ab. Besonders bemerkbar macht sich dabei auch, dass schon seit Jahren die Spendenbereitschaft in unserer Gesellschaft deutlich zurückgegangen ist. Davon sind natürlich Projekte, die nicht in Hamburg direkt arbeiten, besonders betroffen.

Ausserdem wirkt sich sehr stark aus, dass es einem grossen Teil unserer Bevölkerung zusehends ökonomisch schlechter geht und sie als erstes an ihre eigene Familie denken müssen.

Ein weiterer Faktor, der vor allem den Zugang zu staatlichen Fördermitteln schwierig macht, ist die Forderung nach „Nachhaltigkeit“. Dies bedeutet im entwicklungspolitischen Kontext: ein Projekt muss nach Beendigung der ausländischen Finanzierung mindestens fünf Jahre mit eigenen Mitteln arbeiten und überleben.

Das ist aber nur zu erreichen, wenn es möglich ist, etwas zu produzieren, anzubieten und zu verkaufen. Produziert wird im allgemeinen durch den Arbeiter und seine Arbeit.

Aber entsprechend der Gesetzgebung und unter Berücksichtigung der UN-Charta für „Kinderrechte“ dürfen Kinder unter 15 Jahren nicht arbeiten. Also können Projekte mit Kindern nichts in grösserem Stil produzieren, um es zu verkaufen ?

Aus der Not der letzten Jahre heraus, wurde hier ein gewisser Lösungsansatz versucht zu finden: die Leitung in den beiden Projekte, Lic.Amalia Cuadra und Kollegin, die beide langjährige Erfahrung und Qualifikationen haben, bieten Fortbildungen und Seminare an für andere nicaraguanische NGOs, unter anderem zum Thema Rechte von Frauen und Kinder, intrafamiliäre Gewalt und Lösung von Konflikten. Die Einkünfte aus diesen Aktivitäten fliessen direkt in die Projekte.

Als eine der „Spar-Massnahmen“ war als erstes auf Anraten unterstützender Organisationen, das eh schon deutlich unter dem nationalen Niveau liegende Gehalt der MitarbeiterInnen, einschliesslich des Leitungspersonals stark gekürzt worden und lag zuletzt etwa bei der Hälfte des “nicaraguanischen Warenkorbes”.

Der Warenkorb stellt einen errechneten Wert dar und ist der Gesamtwert von 58 Produkten des normalen täglichen Lebens, die eine fünfköpfige Familie braucht. Sowohl die Regierung, wie auch die nationalen/internationalen Organisation, setzen regelmässig die Höhe dieses „Warenkorbs“ fest. Wobei der Wert des von der Regierung angebenen Warenkorb immer deutlich unter dem von den Organisationen der nicaraguanischen Zivilgesellschaft errechneten Wert liegt.

Ausserdem mußte die Zahl der betreuten und geförderten Kinder in beiden Projekten um bis zu 30 Prozent reduziert werden, und einige der schon viele Jahre laufenden Projekte verringert oder ganz gestrichen werden.

Die Löhne der MitarbeiterInnen, die fast alle schon seit Jahren für die Projekte arbeiteten, mussten sogar soweit reduziert werden, dass sie bei allen, einschliesslich der Leitung, nicht einmal die Hälfte des nicaraguanischen Warenkorbs erreichten. Dies hatte bereits zu Kündigungen geführt.

In dem Bemühen sich aktiv an der Hilfe für ANF und die beiden Kinderprojekte zu beteiligen, bestärkte uns vor allem auch die Geschichte der Projekte.

Keine andere nicaraguanische NGO in Leon hat es wie ANF geschafft, dass seine Projekte über mehr als 20 Jahre so erfolgreich bestehen und dabei so viele der betreuten Kinder und Jugendliche es zum „bachilerato“ (nicaraguanischen Abitur) und sogar zum Universitätsabschluss schafften.

Vom drogenabhängigen Strassenkind oder müllsammelnden Jugendlichen bis zum Abitur – gut angelegte „Entwicklungshilfe“ !

Warum der Name KINDERTRÄUME ?

Die direkte Beschäftigung mit den Kindern und Jugendlichen führte uns zu diesem Namen: was wollen Kinder und Jugendliche nicht nur in Leon – sondern überall auf der Welt – wovon träumen sie ?

Sie träumen meist von einer besseren Zukunft für sich, ihre Geschwister und Eltern (häufig alleinerziehenden Mütter).

SIE TRÄUMEN DAVON: immer ausreichend zum Essen zu haben – in die Schule zu gehen, einen Beruf erlernen zu können – bei Erkrankungen Hilfe zu bekommen – Zeit zum Spielen und für sportliche Aktivitäten zu haben – nicht mehr (mit)-arbeiten zu müssen, damit sie und ihre Familien überleben können und vor allem auch in ihren Rechten als Kinder und Jugendliche respektiert und geachtet zu werden.

Das sind Träume, die Kinder wohl überall auf der Welt haben – deshalb haben wir diesen Namen gewählt und deshalb besteht unsere Hilfe darin, sämtliche finanziellen Mittel, die wir in Hamburg oder wo auch immer sammeln können, DIREKT und OHNE Verwaltungskosten für Personal und Büros (weder in Hamburg noch in León) an die Projekte weiterzuleiten. Selbstverständlich bleiben auch uns die Kosten für die „Auslands-Überweisungen“ nicht erspart.

Das bedeutet natürlich auch, dass die Bezahlung der Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter einschliesslich der KoordinatorenInnen in den Projekten von der ausländischen Hilfe mit finanziert werden muss, denn ohne diese Personen kann das Programm für die Kinder nicht laufen.

Die Regierung bzw staatliche Stellen haben seit dem Bestehen nicht einen „Cordoba“ (Währung in Nicaragua) springen lassen. Nationale Projekte der Zivilgesellschaft, von NGOs, die sich um die Rechte von Frauen und Kindern und um ihren Schutz vor Gewalt und Ausbeutung kümmern, werden im allgemeinen nicht staatlich gefördert.

Nach wie vor gilt also der Satz: mit 25 EURO (etwa 30 USD) im Monat, wird die Betreuung eines Kindes oder Jugendlichen in den beiden Projekten gesichert.