SOLIDARITÄT IN HAMBURG

Am Freitag, den 04.05.2018, gegen 17.00 Uhr, versuchte eine kleine Schar (etwas über 50 Personen, nur wenige „echte“ NicaraguanerInnen) ihrer Solidarität mit den Opfern bei den Protestaktionen der letzten beiden Wochen in Nicaragua Ausdruck zu verleihen und gleichzeitig solidarisch dringend anstehende Veränderungen anzumahnen.

Die teilnehmenden „Cheles“ („Milchgesichter“, wie die „Nicas“ uns immer nannten) setzten sich überwiegend zusammen: entweder aus immer noch VerehrernInnen (die meisten inzwischen im fortgeschrittenen Alter) der „revolución sandinista“ und ihrer Erfolge oder aus Jugendlichen, meist ehemaligen TeilnehmerInnen des Jugendaustausch zwischen Hamburg und León.

„TAUZIEHEN“ UM EINEN NATIONALEN DIALOG

Daniel Ortega hat in seiner Rede am 30. April bei einer Kundgebung in Managua versichert, dass der Dialog, die Probleme, die mit der sozialen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Lage der Nicaraguaner zu tun haben, angeht. Schloss dabei aber politische bzw instutitionelle Themen von seiner Seite aus.

Demgegenüber betonen die Bischöfe der nicaraguanischen Bischofskonferenz (CEN) in ihrer letzten Erkläurung ausdrücklich, dass das politische System zu überprüfen sei. Was sich mit den Forderungen der Universitätsbewegung und der Zivilgesellschaft deckt.

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FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT

Bereits 11 Tage halten die landesweiten Proteste der Bevölkerung Nicaraguas an. Gestern gingen wieder tausende von Menschen in Managua auf die Strasse. Die Botschaft ist klar: „Frieden und Gerechtigkeit“.

PROTESTWELLE GEHT WEITER

Auch am Wochenende hielten die gewaltsamen Proteste im ganzen Land an. Bei den blutigen „Kämpfen“ gegen die Rentenreform waren bisher über 30 Menschen getötet worden. In der Hauptstadt Managua und anderen Städten demonstrierten Tausende Menschen und lieferten sich Strassenschlachten mit der Polizei und schwerbewaffnetem Militär. In der Stadt Bluefields an der Atlantiküste wurde am Samstag der Journalist Angel Eduardo Gahona durch einen Kopfschuss getötet, während er die Proteste filmte und per Facebook live übertrug.

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TOTE UND VERLETZTE BEI DEMONSTRATIONEN

Tote und viele Verletzte bei Protesten in Nicaragua

In Nicaragua sind seit Donnerstag, 19.04.2014, bei gewaltsamen Protesten gegen die geplante Sozialversicherungsreform mindestens zehn Menschen getötet und viele verletzt worden. Das teilte die Vizepräsidentin Rosario Murillo, im Namen der Regierung von Präsident Daniel Ortega mit. Es habe „Zusammenrottungen“ und „Besetzungen“ durch Demonstranten gegeben, die den „Frieden und die Eintracht“ im Land zerstören wollten. Die schweren Proteste in dem kleinen mittelamerikanischen Land, die in der Hauptstadt Managua und den grossen Städten, auch in unserer Partnerstadt Leon, immer noch stattfinden, richten sich gegen die Erhöhung der Versicherungsbeiträge bei gleichzeitiger Kürzung der Renten um fünf Prozent. Diese Erhöhung war nach Angaben der Regierung dringend erforderlich, da INSS, die Einrichtung für die Sozialversicherung, schon seit langem vor dem Zusammenbruch steht und der Druck zu einer Reform durch Weltbank und andere internationale Geber ständig zugenommen hat. (21.04.2018)

„Inversiones en la niñez“

María Esther ist eine der Promotorinnen, die von CODENI, dem nationalen Netzwerk zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen zusammen mit „ANF – Asociación Niñas y Niños del Fortín“ an Leoner Schulen ausgesucht und anschliessend geschult wurden, um in León das weltweite Programm „Investitionen in die Kindheit“ zu vertreten.

Dieses Programm wird von UNICEF und anderen namhaften Organisationen propagiert und in Nicaragua von Plan International gefördert.

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ANNA, Freiwillige im Projekt der Müllsammlerkinder

Hola, mein Name ist Anna, ich bin 19 Jahre alt und arbeite im Projekt „Niños del Fortin“ als Freiwillige. Ich bin jetzt 6 Monate hier. Alle nennen mich Anita. Die Arbeit hier gefällt mir sehr.

Am Morgen, bevor die Kinder kommen, haben wir immer Zeit den Ablauf des Tages mit den Lehrern des Projektes zu planen. Wenn die morgendliche Gruppe dann da ist, helfe ich den Kindern bei den Schulaufgaben, male mit ihnen und manchmal gehe ich mit ihnen in die “ juegoteca“, den „Spielsalon“, und zeige ihnen Spiele oder Handarbeiten.

Am meisten gefallen den Kinder meine Handarbeiten. Leider kann ich diese Handarbeiten nur mit wenigen Kindern machen. Zum einen ist es schwer sechs oder mehr Kindern gleichzeitig etwas zu erklären und ausserdem ist es für einige sehr schwer mit den Nadeln umzugehen.

Aber obwohl wir nur geknüpfte Armbänder gemacht haben, sind sie sehr glücklich darüber und stolz darauf, etwas selbst gemacht zu haben. Das freut mich sehr. „ANNA, Freiwillige im Projekt der Müllsammlerkinder“ weiterlesen

DANIELS SPENDENAKTION

23.03.2018
Daniel, ein Teilnehmer der Studienreise, die schon zum 13. mal von der BS 27 in Hamburg nach Nicaragua organisiert wurde (November 2017) schrieb gerade: „Wie versprochen hier eine kleine Beschreibung meiner Spendensammelaktion:
Nachdem ich von meiner Reise aus Nicaragua zurückgekehrt war, stand für mich sofort fest, dass ich hier aus Hamburg etwas tun möchte, um das Projekt Ninos del Fortin zu unterstützen.
Im Rahmen des Bundesligaderbys im Floorball – BW 96 Schenefeld vs. ETV Hamburg – sammelte ich Spenden mit denen ich das Projekt mitfinanzieren möchte.

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„HURRA – WIR SIND DRIN“

„Aber wir brauchen dringend Ihre/Eure Mithilfe“

An anderer Stelle wurde bereits geschrieben, dass die beiden Projekte „Chavaladas“ für ehemals drogenabhängige Strassenkinder und „Niños del Fortín“ für die müllsammelnden Kinder, schon seit etwa zwanzig Jahren erfolgreich arbeiten.

Damals wurde zu Beginn für beide Projekte ein Haus erworben (Chavaladas) und ein Gebäude (Niiños del Fortín) erstellt. Das eine nahe dem damaligen „Müllberg“ und das andere ganz in der Nähe des „mercado de la estación“, dem Markt am Busbahnhof.

Beide Einrichtungen wurden finanziert mit Geld aus Hamburg bzw Deutschland. Seit dieser Zeit wurden keine grösseren Reparaturen sondern nur das dringend Nötigste durchgeführt, da das vorhandene Kapital immer gerade nur für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen reichte.

Inzwischen ist der Zustand aber so eindeutig schlecht, dass dringend einige Massnahmen ergriffen werden müssen, damit die Projekte weiter und sicher arbeiten können.

BITTE – helfen Sie uns, damit so schnell wie möglich repariert werden kann. Alles Weitere unter „AKTUELL“