„DIALOGO NACIONAL“ BEGINNT

MASAYA – im Gedenken an eines der Opfer der letzten Tage.

Heute, Montag 14.05.2018, wurde auf zwei Pressekonferenzen (die der Bischoffskonferenz Nicaraguas und die der Zivilgesellschaft zusammen mit den Vertretern der Studenten, der Unternehmer und der Bauernbewegung gegen den Kanal) der Beginn für den NATIONALEN DIALOG für Mittwoch, den 16.05.2018, 10.00) angekündigt, obwohl von der Regierung nur eine der vier geforderten Bedingungen zum Dialog erfüllt worden war.

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ALLE WARTEN AUF DEN NATIONALEN DIALOG

Angestellte der Krankenhäuser in Managua demonstrieren in Solidarität für die Opfer der gewaltsamen Auseinandersetzungen der letzten Wochen.

Seit dem letzten Beitrag hat sich wieder einiges in Nicaragua ereignet: überall in den Städten gingen Menschen aller Klassen und jeden Alters auf die Strasse – seit über 20 Jahren hatte Nicaragua nicht derartige Menschenmassen auf seinen Strassen erlebt.

Die Forderung nach sofortigem Rücktritt bzw Abtritt der Regierung Ortega/Murillo wurden lauter – der geliebte „Revolutionsheld“ Ortega wurde zu einer der gehasstesten Personen des Landes.

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WAHRHEIT, FRIEDEN, GERECHTIGKEIT

Von der Nationalversammlung wurde am Wochenende mit den Stimmen der 74 Abgeordenten der Regierungspartei und Verbündeter eine „Wahrheits-, Friedens- und Gerechtigkeitskommission“ mit 5 der Regierung nahestehenden Persönlichkeiten eingerichtet. Die wenigen Abgeordenten der Opposition nahmen aus Protest an der Sitzung nicht teil.

Diese Kommission („comisión de la verdad, la paz y la justicia“) war auf Anregung des Präsidenten der Nationalversammlung Gustav Porras am 06.05.2018 zustande gekommen. Im Vorfeld der Diskussion war sie aber bereits von den an den landesweiten Protesten massgeblich beteiligten Studentenorganisationen bzw – bewegungen total abgelehnt worden.

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SOLIDARITÄT IN HAMBURG

Am Freitag, den 04.05.2018, gegen 17.00 Uhr, versuchte eine kleine Schar (etwas über 50 Personen, nur wenige „echte“ NicaraguanerInnen) ihrer Solidarität mit den Opfern bei den Protestaktionen der letzten beiden Wochen in Nicaragua Ausdruck zu verleihen und gleichzeitig solidarisch dringend anstehende Veränderungen anzumahnen.

Die teilnehmenden „Cheles“ („Milchgesichter“, wie die „Nicas“ uns immer nannten) setzten sich überwiegend zusammen: entweder aus immer noch VerehrernInnen (die meisten inzwischen im fortgeschrittenen Alter) der „revolución sandinista“ und ihrer Erfolge oder aus Jugendlichen, meist ehemaligen TeilnehmerInnen des Jugendaustausch zwischen Hamburg und León.

„TAUZIEHEN“ UM EINEN NATIONALEN DIALOG

Daniel Ortega hat in seiner Rede am 30. April bei einer Kundgebung in Managua versichert, dass der Dialog, die Probleme, die mit der sozialen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Lage der Nicaraguaner zu tun haben, angeht. Schloss dabei aber politische bzw instutitionelle Themen von seiner Seite aus.

Demgegenüber betonen die Bischöfe der nicaraguanischen Bischofskonferenz (CEN) in ihrer letzten Erkläurung ausdrücklich, dass das politische System zu überprüfen sei. Was sich mit den Forderungen der Universitätsbewegung und der Zivilgesellschaft deckt.

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FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT

Bereits 11 Tage halten die landesweiten Proteste der Bevölkerung Nicaraguas an. Gestern gingen wieder tausende von Menschen in Managua auf die Strasse. Die Botschaft ist klar: „Frieden und Gerechtigkeit“.

PROTESTWELLE GEHT WEITER

Auch am Wochenende hielten die gewaltsamen Proteste im ganzen Land an. Bei den blutigen „Kämpfen“ gegen die Rentenreform waren bisher über 30 Menschen getötet worden. In der Hauptstadt Managua und anderen Städten demonstrierten Tausende Menschen und lieferten sich Strassenschlachten mit der Polizei und schwerbewaffnetem Militär. In der Stadt Bluefields an der Atlantiküste wurde am Samstag der Journalist Angel Eduardo Gahona durch einen Kopfschuss getötet, während er die Proteste filmte und per Facebook live übertrug.

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TOTE UND VERLETZTE BEI DEMONSTRATIONEN

Tote und viele Verletzte bei Protesten in Nicaragua

In Nicaragua sind seit Donnerstag, 19.04.2014, bei gewaltsamen Protesten gegen die geplante Sozialversicherungsreform mindestens zehn Menschen getötet und viele verletzt worden. Das teilte die Vizepräsidentin Rosario Murillo, im Namen der Regierung von Präsident Daniel Ortega mit. Es habe „Zusammenrottungen“ und „Besetzungen“ durch Demonstranten gegeben, die den „Frieden und die Eintracht“ im Land zerstören wollten. Die schweren Proteste in dem kleinen mittelamerikanischen Land, die in der Hauptstadt Managua und den grossen Städten, auch in unserer Partnerstadt Leon, immer noch stattfinden, richten sich gegen die Erhöhung der Versicherungsbeiträge bei gleichzeitiger Kürzung der Renten um fünf Prozent. Diese Erhöhung war nach Angaben der Regierung dringend erforderlich, da INSS, die Einrichtung für die Sozialversicherung, schon seit langem vor dem Zusammenbruch steht und der Druck zu einer Reform durch Weltbank und andere internationale Geber ständig zugenommen hat. (21.04.2018)

„Inversiones en la niñez“

María Esther ist eine der Promotorinnen, die von CODENI, dem nationalen Netzwerk zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen zusammen mit „ANF – Asociación Niñas y Niños del Fortín“ an Leoner Schulen ausgesucht und anschliessend geschult wurden, um in León das weltweite Programm „Investitionen in die Kindheit“ zu vertreten.

Dieses Programm wird von UNICEF und anderen namhaften Organisationen propagiert und in Nicaragua von Plan International gefördert.

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