LAND DER SEEN UND VULKANE

Nicaragua – Land der Seen und Vulkane

Nicaragua ist immer wieder Schauplatz schwerer Naturkatastrophen. Noch bis vor wenigen Jahren waren Ruinen nach dem verheerenden Erdbeben 1972 in Managua Teil des Stadtbildes.

Längst ist bekannt, dass grosse Städte wie die Hauptstadt oder wie León von zahlreichen Erdbebenspalten durchzogen sind. Jederzeit können sich schwere Beben wie 1932 und 1972 wiederholen.

Die Vulkankette („Cordillera de Maribios“) durchzieht Nicaragua

<CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=71582>

Im Umkreis unserer Partnerstadt León bedrohen drei aktive Vulkane die Menschen – die Vulkane „Telica“, „Cerro Negro“ und „Momotombo“

Cerro Negro 1995

Aber nicht nur angsterregende Erdbeben und drohende Vulkane gehören zum täglichen Leben. Da sind noch die klimatischen Naturkatastrophen, wie „Hurrikane“ und tropische Regenstürme, die durch die Veränderungen des „Klimawandels“ seit Jahren an Häufigkeit und Intensität zunehmen.

Allem voran der Hurrican Mitch, im Oktober 1998, der über 4000 Tote forderte und Schäden in Milliardenhöhe in ganz Nicaragua anrichtete. Der Hurrikan Felix im September 2007 richtete ähnliche Schäden an der Atlantikküste an.

Als Folge davon wird Nicaragua zu den Ländern weltweit gezählt, die am stärksten durch den Klimawandel gefährdet sind (German Watch „Global Climate Risk Index 2015“).

Zuletzt müssen noch die immer wieder gefährlichen und unvorhersehbaren Erdrutsche („deslizamientos“) als ständiges Risiko in dieser „lebhaften aktiven Region“ vermerkt werden.

INETER (Instituto nicaraguense de estudios territoriales), die staatliche Behörde, die u.a. für die territoriale Katastrophenüberwachung und -vorsorge verantwortlich ist, hat auf diesem Gebiet in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und den Organisationen der nicaraguanischen Zivilgesellschaft enormes zum Schutz der Bevölkerung geleistet.