WENN MEIN LEBEN NICHTS WERT IST, DANN PRODUZIERT OHNE MICH !

So lautet der in der Nacht vom 31.05.2018 auf den 01.06.2018 verbreitete Aufruf der Zivilgesellschaft – ein Aufruf zum nationalen Streik. Diesem Aufruf war die Meldung vorausgegangen, dass die Katholische Bischoffskonferenz die Vorbereitungen zur Fortsetzung des „Nationalen Dialogs“, der eigentlich aus der schweren Krise des Landes herausführen sollte, suspendiert hat.

Nachdem in Managua bekannt geworden war, dass die Gross-Demo am nicaraguanischen Muttertag durch den gewaltsamen Einsatz der Polizei und paramilitärischer Gruppen mehr als 83 Tote und viele Verletzte unter der demonstrierenden Zivilgesellschaft gefordert hatte, hiess es, der Dialog sei unmöglich, „solange dem nicaraguanischen Volk das Recht auf friedliche Demonstrationen nicht zuerkannt wird und solange Menschen unterdrückt und getötet werden“.

 

„DÍA DE LAS MADRES“ – Gestern war in Nicaragua MUTTERTAG

Schon seit Tagen hatten die Mütter der Opfer aus den Unruhen im April einen grossen Marsch angekündigt. Es wurde wieder ein sehr grosser Marsch, wie ihn die Hauptstadt Managua wohl selten gesehen hat.

ABER es war auch wieder ein BLUTBAD, wie die anderen blutigen „Treffen“  angerichtet von den „Staatsdienern“, der Polizei und den im Sold der Regierungspartei stehenden paramilitärischen Banden und Schlägertrupps. Laut dem gerade veröffentlichten „COMUNICADO No 4“ der bekannten nicaraguanischen Menschenrechtsorganisation CENIDH hat es mindestens 11 Tote und viele Verletzte in Managua, Esteli und Masaya gegeben – von den anderen Städten fehlen noch Zahlen.

MUTTERTAG – MARSCH DER MÜTTER VOM APRIL – Menschen soweit das Auge reicht.

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„ES TUT SEHR WEH, HIER ZU SITZEN UND ALL DAS LEID VON FREUNDEN ZU SEHEN UND IHNEN NICHT HELFEN ZU KÖNNEN….“

ABER leider müssen Sie die aktuellen Probleme selbst lösen bzw den Kampf um Freiheit zu Ende bringen. Wir können nur helfen, indem wir Öffentlichkeit schaffen hier bei uns im „Ländle“, wo immer es geht und dabei auf die jahrelange sich von Jahr zu Jahr zuspitzende Repression, Gewalt, Korruption und „staatliche Gesetzlosigkeit“ aufmerksam machen.

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KÖNNEN WIR UNS DAS ÜBERHAUPT VORSTELLEN….

Demonstrant in einer improvisierten Not-Ambulanz der Universität

Auch wenn wir uns in Betracht unserer eigenen Geschichte sicher vieles vorstellen können, so bleibt es doch unbegreiflich. Im Rahmen der seit Ende April mit verschiedener Intensität andauernden Proteste der Bevölkerung und Angriffe durch die Polizei (auch durch Scharfschützen) sowie paramilitärische Einheiten und bewaffnete Schlägertrupps der Regierungspartei sind in dem kleinen Nicaragua mit seinen etwa 6,3 Millionen Menschen, bisher belegt, 76 Menschen umgebracht worden (auch in unserer Partnerstadt Leon starben mehrere junge Menschen auf diese Weise) – Tendenz steigend.

Umgebracht, weil sie für ihre Menschenrechte, Demokratie und das Recht auf freie Meinungsäusserung demonstriert haben.

Auf Deutschland berechnet wären das 1.038 Menschen und bezogen auf Hamburg wären so immer noch 23 Menschen durch Polizei,  paramilitärische Einheiten und bewaffnete Schlägertrupps des Staates bzw der Regierungspartei umgebracht worden. Auf der Gegenseite wurden bisher 3 Polizisten getötet.

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IST DER DIALOG SCHON GESCHEITERT ?

GEMEINSAM SIND WIR NICARAGUA

Der Vermittlungsversuch der kathlischen Kirche zur Überwindung der Krise in Nicaragua scheint vorerst gescheitert. Der nationale Dialog wurde ausgesetzt, da sich Regierung und Opposition nicht auf eine gemeinsame Agenda einigen konnten.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass führende Persönlichkeiten der katholischen Kirche MORDDROHUNGEN erhalten haben. Das bestätigte Kardinal Leopoldo Jose Brenes Solorzano den Medien. Ziel der Drohungen seien Bischöfe und Priester gewesen. Er selbst habe ebenfalls Drohungen auf sein Mobiltelefon erhalten, so Brenes weiter. Trotz der Einschüchterungsversuche werde die Kirche aber ihre Vermittlungstätigkeit zur Lösung der innenpolitischen Krise fortsetzen.

Ausserdem gab es in der vergangenen Nacht wieder viele Verletzte und einen toten Medizinstudenten in León. Dort hatten die paramilitärischen Kräfte der Regierungspartei FSLN und in Zivil verkleidete Polizisten die friedlich demonstrierende Bevölkerung angegriffen. Ähnliches passierte in Managua und anderen Städten.

VORLÄUFIGER BERICHT DER CIDH

Die Bevölkerung Nicaraguas fordert Aufkärung der Verbrechen der letzten Wochen

Am Montag (21.05.2018) veröffentlichte die CIDH ihren ersten vorläufigen Bericht ihrer landesweiten Untersuchung mit vielen Gespräche und massenweise Anzeigen von Nicaraguanern und Nicaraguanerinnen in den betroffenen Städten des Landes.

Die Kommission kommt zu dem eindeutigen Ergebniss, dass es schwere Verletzungen der Menschenrechte durch die Regierung und landesweit 76 Tote und viele Hunderte Verletzte gegeben hat.

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TAUSENDE VON LEONER BÜRGER UND BÜRGERINNEN DEMONSTRIERTEN FÜR DEN FRIEDEN

Amalia Cuadra, die Leiterin „unserer“ beiden Kinderprojekte schrieb heute nacht per WhatsApp: „Wir marschierten vom nördlichen Ortseingang von León (aus Chinandega kommend) einmal quer durch unsere Stadt zur Abschlusskundgebung auf der „Plaza in Subtiava“. Bei der Ankunft der ersten auf der Plaza, passierten die letzten gerade „San Felipe“ im Zentrum Leóns.

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DRINGEND – AUS UNSEREN PROJEKTEN

17.05.2018 – 17.00 – gerade kam per WhatsApp die Nachricht von Amalia Cuadra, der Direktorin der Projekte „CHAVALADAS“ und „NIÑOS DEL FORTÍN“ – sie schickte eine Nachricht von zwei der deutschen Freiwilligen, die wie immer eine grosse Hilfe in den Projekten sind. (Dieses Programm der Freiwilligen läuft schon über viele Jahre und ist sehr beliebt bei jungen Menschen, denn sie erfahren viel Neues und manches für ihr Leben).

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„DIALOGO NACIONAL“ BEGINNT

MASAYA – im Gedenken an eines der Opfer der letzten Tage.

Heute, Montag 14.05.2018, wurde auf zwei Pressekonferenzen (die der Bischoffskonferenz Nicaraguas und die der Zivilgesellschaft zusammen mit den Vertretern der Studenten, der Unternehmer und der Bauernbewegung gegen den Kanal) der Beginn für den NATIONALEN DIALOG für Mittwoch, den 16.05.2018, 10.00) angekündigt, obwohl von der Regierung nur eine der vier geforderten Bedingungen zum Dialog erfüllt worden war.

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